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Aderlass nach Hildegard von Bingen

Als ergänzendes Angebot zu meinen ayurvedischen Behandlungen biete ich den traditionellen Aderlass nach Hildegard von Bingen an. Auch in der ayurvedischen Medizin werden verschiedene Formen der Blutentnahme/ Blutreinigung (raktamokshana) praktiziert. Sowohl nach der Lehre Hildegards als auch im Ayurveda geht es darum, den Menschen in seiner natürlichen Balance zu unterstützen und Stauungs-oder Füllezustände zu regulieren. Durch die gezielte Entnahme einer kleinen Menge Blut werden die Regulationskräfte des Körpers angeregt und kann so zu einem Gefühl der Entlastung, Leichtigkeit und innerer Klarheit führen. Der Aderlass wird dabei nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil einer ganzheitlichen Lebensweise, die Ernährung, Bewegung, Ruhe und die seelische Verfassung des Menschen miteinbezieht.

Indikationen

Besonders bei bestimmten Haut-und Gelenkerkrankungen, Schwellungen, Steifigkeit, Verdauungsschwäche und zur Gesunderhaltung empfohlen

Gut zu wissen

Der Aderlass nach Hildegard von Bingen bezieht den Einfluß des Mondes mit ein und kann ausschließlich an Tag 1 bis 6 nach Vollmond im Nüchternzustand durchgeführt werden.

Die Anwendung erfolgt individuell und unter Berücksichtigung der persönlichen Konstitution und Situation und sollte höchstens zweimal jährlich durchgeführt werden.

Sicherheitshinweis

Ein Aderlass ist eine körperliche Intervention und nicht für jeden Menschen geeignet. Vor der Anwendung erfolgt eine sorgfältige Anamnese und individuelle Prüfung möglicher Risiken und Gegenanzeigen. Außerdem ist eine mehrtägige Vorbereitung durch Sie als Patient notwendig. Bei bestimmten Erkrankungen, Blutarmut, Blutgerinnungsstörungen, Einnahme von Blutverdünnern, Schwangerschaft oder akuten gesundheitlichen Beschwerden ist ein Aderlass gegebenenfalls nicht geeignet. Im Zweifelsfall sollte vorab ärztlicher Rat eingeholt werden.

Eine lebende Apotheke für Ihre Gesundheit

Die Blutegeltherapie gehört zu den ältesten und faszinierendsten Heilverfahren der Menschheit. Was auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen mag, ist in Wahrheit ein hochwirksames, medizinisches Verfahren. Das Besondere an unserer Praxis: Wir verbinden in dieser Therapie das Jahrtausende alte Wissen des Ayurveda mit den modernen, wissenschaftlichen Erkenntnissen der westlichen Medizin.

In der modernen westlichen Medizin und Schulmedizin gilt der Blutegel (Hirudo medicinalis) als offizielles Fertigarzneimittel. Die Wirkung basiert hierbei nicht auf dem Blutverlust selbst, sondern auf dem einzigartigen Speichel-Cocktail des Egels, den er während des Saugens abgibt.

  • Schmerzlinderung & Entzündungshemmung
    Substanzen wie Eglin blockieren entzündliche Prozesse und lindern den Schmerz oft schon während der Behandlung.
  • Starke Blutverdünnung
    Der bekannteste Wirkstoff Hirudin sorgt dafür, dass das Blut flüssig bleibt und die Mikrozirkulation im Gewebe massiv verbessert wird.
  • Gewebe-Entstauung
    Durch das sanfte Nachbluten (das bis zu 24 Stunden anhalten kann) wird gestautes Gewebe entlastet, der Lymphabfluss angeregt und frisches, sauerstoffreiches Blut kann nachfließen.

Typische westliche Anwendungsbereiche

  • Kniearthrose, Rhizarthrose (Daumensattelgelenk) und andere Gelenkbeschwerden
  • Krampfadern und chronisch-venöse Insuffizienz
  • Sehnenentzündungen (z. B. Tennisarm, Achillessehnenbeschwerden)
  • Tinnitus und akuter Hörsturz

Im Ayurveda hat die Blutegeltherapie (Jalaukavacharana) seit über 3.000 Jahren einen festen Platz. Sie gehört zu den fünf großen Reinigungsverfahren (Panchakarma), genauer gesagt zum Raktamokshana (der Blutreinigung).

  • Das Pitta-Dosha ausgleichen
    Aus ayurvedischer Sicht entstehen chronische Entzündungen, Hitze im Körper und Hauterkrankungen durch ein Übermaß an Pitta (Feuer-Prinzip), welches das Blut (Rakta) verunreinigt oder an einem Überschuss Der Blutegel besitzt die einzigartige Fähigkeit, diese überschüssige Hitze und Toxine sanft aus dem System zu leiten.
  • Schlacken abbauen
    Die Behandlung hilft dabei, festsitzende Stoffwechselschlacken (ama) im Gewebe zu lösen, sodass die Lebensenergie (prana) wieder frei fließen kann.

Typische ayurvedische Anwendungsbereiche

  • Chronische Hauterkrankungen (wie Ekzeme, Schuppenflechte oder Akne)
  • Gicht und entzündliche Stoffwechselprobleme
  • Lokale Hitze- und Stauungsgefühle im Körper

Ablauf der Behandlung: Was Sie erwartet

  • Das Ansetzen
    Die Egel werden schmerzfrei an den zuvor exakt bestimmten Punkten angesetzt. Der Biss selbst fühlt sich meist nur wie ein kleiner Mückenstich oder das Berühren einer Brennnessel an.
  • Das Saugen
    Sobald der Egel saugt, gibt er schmerzlindernde Stoffe ab, sodass Sie die Behandlung entspannt im Liegen oder Sitzen verbringen können.
  • Das Nachbluten
    Nach ca. 30 bis 60 Minuten lässt der Egel von alleine los. Die Wunde wird anschließend mit einem dicken, sterilen Verband versorgt. Das gewollte Nachbluten ist ein wichtiger Teil des Heilungsprozesses.

Wichtiger Hygiene-Hinweis
Aus Sicherheits- und Hygienegründen verwenden wir ausschließlich medizinische Blutegel aus zertifizierter Laborzucht. Jeder Egel wird nur ein einziges Mal und exakt für einen Patienten verwendet.

Harzpflaster – die Heilkraft der Baumharze

Die Verwendung von Baumharzen zu Heilzwecken hat eine lange Tradition. Bereits in der Antike, bei den Griechen und Römern, ebenso wie in der Traditionellen Europäischen Medizin, wusste man um die besonderen Eigenschaften des Baumharzes – auch als „Baumblut“ bezeichnet – und machte sich diese zunutze.

Das Rezept für mein Harzpflaster – auch Pechverband genannt – stammt aus meiner Familie. Über Generationen hinweg wurde dieses traditionelle Heilmittel weitergegeben und von meinen Angehörigen, die als Allgemeinmediziner und Orthopäden tätig waren, mit viel Erfolg angewendet.

Aus natürlichen Baumharzen entsteht dabei ein fester, auf einen Leinestoff aufgebrachter Verband, der traditionell bei unterschiedlichen Beschwerden hauptsächlich des Bewegungsapparates eingesetzt wird.

Die Kraft der Harze

Je nach Baumart und Zusammensetzung unterscheiden sich seine Eigenschaften und sein traditionelles Anwendungsspektrum. Viele Harze enthalten wertvolle Pflanzenstoffe, die entzündungshemmende Eigenschaften besitzen.

In meiner Arbeit verbinde ich dieses überlieferte Wissen mit den Erfahrungen der ayurvedischen Medizin.

Auch im Ayurveda haben Baumharze einen festen Platz. So werden beispielsweise Indische Myrrhe (Guggulu), oder Weihrauch (Shallaki) häufig innerlich eingesetzt. Sie finden vor allem bei entzündlichen Beschwerden und Schmerzen Beachtung. Guggulu wird darüber hinaus in bestimmten ayurvedischen Anwendungen wie zum Beipiel bei Stoffwechselstörungen eingesetzt.

Während im Ayurveda Harze vorwiegend innerlich angewendet werden, nutze ich für das äußerlich aufgebrachte Harzpflaster heimische Baumharze, insbesondere von Kiefer, Föhre und Tanne.

Anwendungsgebiete des Harzpflasters

  • Rheumatischen Beschwerden
  • Muskelverspannungen
  • Gelenkbeschwerden
  • Sehnen- und Sehnenscheidenbeschwerden

Durch seine feste Anlage dient der Pechverband als besondere Form eines traditionellen Wickel- beziehungsweise Stützverbandes. Ein Beispiel für seine Anwendung ist die begleitende Versorgung bei einer Sehnenscheidenentzündung.

Altes Wissen, das weiterlebt
Für mich verbindet das Harzpflaster die überlieferten Erfahrungen der europäischen Naturheilkunde mit meiner Wertschätzung für die vielfältigen Heilmittel der Natur.

Hinweis
Das Harzpflaster ersetzt keine ärztliche Diagnose oder notwendige Behandlung. Bei akuten, starken oder anhaltenden Beschwerden sollte eine medizinische Abklärung erfolgen. Baumharze können Hautreizungen oder allergische Reaktionen auslösen und sollten vor der Anwendung auf Verträglichkeit und Eignung geprüft werden.